Fahrzeughalterhaftung

Aus Flottenlexikon

Die Teilnahme am Straßenverkehr mit einem Kraftfahrzeug stellt für das Leben, die Gesundheit und das Eigentum anderer immer eine gewisse Gefahr dar, für welche der Fahrzeughalter zu haften hat (unabhängig von Schuldigkeit). Da diese sogenannte Halterhaftung allerdings nur den besagten Halter und nicht den Eigentümer, den Besitzer und der Führer betrifft, ist bei einem geleasten Kraftfahrzeug nur der verantwortliche Halter in der Haftungspflicht. Somit haben bei juristischen Personen die Geschäftsführer bzw. die Fuhrparkverantwortlichen als Fahrzeughalter alle Verpflichtungen im Sinne der Straßenverkehrsordnung, Unfallverhütungsvorschriften, Versicherungsbestimmungen etc. übernehmen. Diese Fahrzeughalterhaftung kann nicht auf Anbieter (Leasinggesellschaften oder Fuhrparkmanagementanbieter) abgegeben und nur teilweise und sehr beschränkt auf die Fahrer abgegeben werden.

Die Haftung eines Kfz-Halters ist gemäß § 12 STVG beschränkt auf

• 600.000,- € pro Person, wenn jemand getötet wurde, • 3.000.000,- € gesamt, wenn mehrere Menschen getötet wurden, • 300.000,- € gesamt bei Sachbeschädigung

In vorgenannten Höchstsummen ist kein Schmerzensgeld enthalten.

Die Haftung des Kfz-Halters ist jedoch ausgeschlossen, wenn

• durch höhere Gewalt ein Schaden entstanden ist • der Halter die Benutzung nicht ermöglicht hat und das betreffende Fahrzeug ohne sein Wissen benutzt wurde.

Siehe auch: Fahrzeughalter

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