Insolvenz (Leasingnehmer)

Aus Flottenlexikon

Im Falle der Insolvenz des Leasingnehmers hat die Leasinggesellschaft das Recht, alle Leasingraten sofort einzufordern und abzuzinsen. Gleiches gilt für die Leasingobjekte, die direkt eingezogen und verwertet werden können. Übersteigt der Barwert bei der Verwertung des Leasingobjektes/ der Leasingobjekte den Wert der noch ausstehenden Leasingraten, so steht es der Leasinggesellschaft zu, diesen uneingeschränkt zu behalten. Ebenfalls können nach Insolvenzeintritt angefallene Kosten dem Kunden berechnet werden. Dazu zählen Kosten bei der Rechtsverfolgung, Sicherstellung, Verwertungsaufwand etc. Falls der Leasingnehmer bzw. der Insolvenzverwalter trotz der Insolvenz in der Lage sein sollte, gewisse Geldmittel zu beschaffen, kann er, soweit dies sowohl mit dem Insolvenzverwalter als auch mit der Leasinggesellschaft abgesprochen wurde, das Leasingobjekt gegen Zahlung weiternutzen und der Vertrag fortgeführt werden. Der Insolvenzverwalter hat ein unbefristetes Wahlrecht über die Erfüllung des Vertrages. Wird der Vertrag durch den Insolvenzverwalter nicht erfüllt und auch keine Nutzungsvereinbarung über den Leasinggegenstand getroffen, steht dem Leasinggeber der entsprechende Schadensersatz zu, der als Insolvenzforderung geltend gemacht werden kann. Die Herausgabe des Leasingobjektes sollte umgehend durch den Leasinggeber verlangt werden.

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